STEFAN ZWEIG - SCHACHNOVELLE




Autor Stefan Zweig
Titel Schachnovelle
Genre Belletristik
Erstausgabe 1941
Taschenbücher-Charts
Einstieg 24.01.2021
Anzahl Wochen 1
Höchstposition 9
Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ. Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist. Er schlägt den Weltmeister in der ersten Partie souverän, läßt sich aber, eigentlich gegen seinen Willen, auf eine Revanche ein. Während dieser zweiten Partie ergreift ihn wieder das Nervenfieber: er bricht die Partie ab und wird nie wieder ein Schachbrett berühren.

AUSGABEN

Verlag Fischer
Erscheinung 1941
ISBN 3596215226
 

BÜCHER VON STEFAN ZWEIG


REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 5.12 (Reviews: 16)

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Das Buch fand ich schon in der Schule sehr gut...die Beschreibungen, wie der Inhaftierte sich mit einem kleinen Schachbuch über Wasser hält und so langsam irr wird, ist einfach grossartig.
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Durchwachsenes Büchlein ... es hat extrem gute Ansätze, einige Schilderungen sind wirklich gelungen, und die Geschichte ist ohnehin spannend. Jedoch wirkt manches einfach oberflächlich, vereinfachend, unlogisch und vorhersehbar (gerade am Ende). Der Schluss kommt viel zu abrupt, da hat es sich Zweig meiner Meinung nach zu leicht gemacht. Dennoch glatte 4* für den hohen Unterhaltungswert, eine klare und klasse Botschaft hat die "Schachnovelle" ohnehin.
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gut
16.03.2007 14:55
YVE
norwegiancharts.com
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Dieses Geschichtlein hat mich schon sehr gefesselt. Ich fands sehr spannend! Nur schon diese Idee...
Aber der Gedanke an die Arbeit über diese Novelle, die ich bald abliefern muss, verdirbt die Höchstnote.
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Haben wir in der BMS durchgekaut und ich war froh, als wir endlich damit fertig waren.
Von der Geschichte her hats mich auch nicht unbedingt angesprochen, das Ganze kam mir ziemlich langatmig und mühsam vor, speziell die Erzählweise. Bis dann eben der von Time_Q angesprochene abrupte Schluss zum Zuge kommt. Ich war im Grossen und Ganzen eher enttäuscht.
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fand ich fantastisch. aber die genannten aspekte sind natürlich klar, da zweig halt auch die kriterien einer "novelle" erfüllt hat. und irgendwo gilt es dann auch seine niederschreibung der handlung zu akzeptieren, weil sie so zu erwarten ist.

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Haben das Buch auch in der Schule elesen -und ich fand's Klasse.
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Ein sehr gutes Buch, hab schon mal gelesen in meiner Sprache und Heute auch angefangen es zu lesen wiedermal, (aber diesmal in deutsch) hatte die geschichte oder eher Handlung ein wenig vergessen gehabt , fand immer faszinierend seine Schreibweise.

Schon nach paar Seiten ist mir natürlich wieder eingefallen wie es weiter ging, wenn man irgendwas schon mal vor langer Zeit gelesen hat und das wieder mal liest da kommt ja bekanntlich alles im Gedächtnis wieder, bei Meisterwerk wie Dieses ist natürlich gleiche Spannung beim lesen geblieben obwohl ich ja wusste wie es weitergeht, war ich wie am Buch gefesselt, es war so spannend als liese ich das erstes mal, wie er ganze Gefangenschaft beschreibt, in Details, wie dieses ganze Wahnsinn anfing, diese Emotionen als hätte man alles hautnah erlebt , wäre man dabei gewesen oder noch "besser" wäre man Dr. B. selbst. Einfach grossartiges Buch. Grossartiger Autor.
Zuletzt editiert: 18.07.2008 09:32:00
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Witzig, bei der Schul-Pflichtlektüre treffen sie sich immer alle... :)
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Sehr interessantes Buch das ich vor kurzem in der Schule durchgelesen habe. Am Anfang ist es noch ziemlich langweillig und man denkt auch was kann man schon über ein Schachspiel schreiben. Aber dann als dieser Dr.B. in die Story reinkommt wird das Buch richtig interessant und es sind eigentlich zwei Geschichten. Die Geschichte über Czentovic und die Geschichte über Dr.B. und die treffen zum Schluss dann in einem Schachduell auf!! Ziemlich empfehlendswertes Buch.
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Mich hat schon lange kein Buch mehr so stark gefesselt, obwohl ich die Novelle eigentlich nur als Matura-Lektüre gewählt habe, weil sie so schön kurz ist. Doch vor allem die Beschreibungen von Dr. B. sind unheimlich spannend und man fühlt unweigerlich mit. Und kaum einer hat sich vor der Lektüre dieses Werkes wohl jemals vorgestellt, wie quälend Einsamkeit und Isoliertheit wirklich sein können, doch Zweig zeigt dies hier sehr eindrücklich auf. Fast 6*!
Zuletzt editiert: 27.05.2009 18:28:00
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Einfach genial!
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Ja, die Schule... :)
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...eine Sache von wenigen Stunden, sehr unterhaltsam und das Büchlein eröffnet eine Welt die an der Spitze von Genies beherrscht wird.
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Ich fand es schon beeindruckend, wie anschaulich die quälende Isolation beschrieben wurde, aber auch die Szenen, in denen Schach gespielt wurde. Aufgrund der Kürze liest sich das Buch auch ziemlich flott.
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In der Schule wurde mir die Lektüre dieser wunderbaren Erzählung zwar vorenthalten, aber man kann sich zum Glück nach der Schulzeit selbst weiterbilden. Stefan Zweigs berühmte Schachnovelle hat mich zwar emotional nicht so berührt wie "Verwirrung der Gefühle" oder "Angst", ist aber unglaublich originell und verblüffend. Zunächst glaubt man, Zweig beschreibe hier den ungewöhnlichen Aufstieg eines intellektuell minderbemittelten Bauerntölpels zum Schachweltmeister aufgrund seines einseitigen, aber dafür umso größeren Talents, doch dann betritt plötzlich eine noch interessantere Gestalt die Handlung und die Geschichte verlagert sich unvermittelt in die Nazi-Vergangenheit und thematisiert Foltermethoden der Gestapo, die sich das Mittel der totalen Isolation zunütze machte. Darüber hinaus findet Stefan Zweig, obwohl er angeblich ein miserabler Schachspieler war, wunderschöne, treffende Worte für das Königsspiel, das zwar geometrisch auf 64 Felder begrenzt ist, in seiner Ausführung aber eine unglaubliche Anzahl von Möglichkeiten bietet. Am Ende gipfelt die Schachnovelle in einer Partie zwischen den beiden unwahrscheinlichsten Schachspielern der Literaturgeschichte, von der Realität ganz zu schweigen. (Herrlich die Wortkreation "Schachvergiftung".)
Zuletzt editiert: 06.09.2025 17:49:00

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