HAN KANG - DIE VEGETARIERIN




Autor Han Kang
Titel Die Vegetarierin
Originaltitel The Vegetarian
Übersetzer Ki-Hyang Lee
Genre Roman
Erstausgabe 2016
Belletristik-Charts
Einstieg 11.09.2016
Anzahl Wochen 4
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Anzahl Wochen 1
Höchstposition 4
Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschliesst, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmasse an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblössen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

BÜCHER VON HAN KANG


REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 6 (Reviews: 1)

******
Dieser Roman wurde mir im Rahmen eines kleinen Buchclubs "auferlegt" - und ich war bisher selten dankbarer über einen Impuls von außen als in diesem Fall. Ich habe die im Laufe der Handlung immer stärker der Welt entrückten Yong-Hye sehr gerne begleitet und empfand die Sprache von Han Kang als durchgehend poetisch und zugleich wunderbar "einfach" gehalten, sodass sich die Lektüre nie wie "Arbeit" angefühlt hat. Die geschilderten Geschehnisse wiederum mögen einige Leser als weitaus größere Zumutung empfinden, ich aber bin allen drei Kapiteln in ihrer jeweils eigenen Schilderung des Unzumutbarkeitsempfindens eines den Normen und Konventionen angepassten Lebens mit großer Faszination gefolgt und habe zudem oft mit latentem Unbehagen festgestellt, dass es mir gar nicht mal so schwerfiel, Yong-Hye bei aller zunehmenden Wunderlichkeit in ihrem Denken und Handeln nachzuvollziehen.

Insofern ist das für mich ein fesselndes und sehr beeindruckendes Buch, nach dessen Lektüre ich den Literaturnobelpreis für Han Kang sehr gut nachvollziehen kann.

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