FJODOR MICHAILOWITSCH DOSTOJEWSKI - SCHULD UND SÜHNE




Autor Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Titel Schuld und Sühne
Originaltitel Преступление и наказание
Genre Roman
Erstausgabe 1866
Gibt es "einzigartige" Menschen, denen alles erlaubt ist? So wie Rodion Raskolnikow, der eine "nutzlose" alte Wucherin tötet, um seinen Auserwähltheitsanspruch zu beweisen: ein Übermensch zu sein, für den die Gesetze der Moral und die Stimme des Gewissens keine Gültigkeit haben. Ein Nachwort und Erläuterungen erschliessen den literarischen und philosophischen Kontext.

AUSGABEN

Verlag Reclam
Erscheinung 1866
ISBN 978-3-15-002481-2
 

BÜCHER VON FJODOR MICHAILOWITSCH DOSTOJEWSKI


REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 6 (Reviews: 6)

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Raskolnikow ist eine Figur, die anfangs ihre Ideen und Vorstellungen vom Sein und der Welt über die Wirklichkeit selbst stellt. Von seinem eigenen Genie überzeugt, veröffentlicht er in einer Literaturzeitschrift einen Artikel, in dem er den außergewöhnlichen Menschen Rechte über die gewöhnlichen Menschen einräumt. Seine These gipfelt in der Behauptung, außergewöhnliche Menschen hätten das Recht und die moralische Pflicht, die gewöhnlichen Menschen zu ihren höheren Zwecken zu gebrauchen.

Raskolnikow verwirft die Welt, da sie ihm unvollkommen erscheint. Erst durch sein ideelles Scheitern aufgrund seines Gewissenskonfliktes ist er fähig, einen unvoreingenommenen Blick auf die Wirklichkeit zu werfen und sie als das zu entdecken, was sie ist: komplexer, reicher und vollkommener als seine Ideale. Er erkennt in ihr demütig das Wirken Gottes.
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nach homer simpson kann ich jetzt keine komentar mehr abgeben in dieser richtung.

kann nur einfach sagen das ich das buch mag. sehr primitiv (mien komentar)aber hauptsache ist tatsache.
Zuletzt editiert: 26.07.2007 12:45:00
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Auf jedenfall ist es kein Buch, das man mal eben so nebenher ließt. Oftmals musste ich ein Dialog oder eine Seite zweimal lesen.

Zuletzt editiert: 17.06.2011 20:40:00
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Die Geschichte ist zum Teil autobiographisch. Ich habe das Buch nicht in einem durch lesen können, sondern habe zwischendurch immer wieder innegehalten, weil es Stoff zum Nachdenken bietet. Das zeichnet hervorragende Literatur auch aus.
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Ich brauchte ein halbes Jahr für dieses Buch, hab mir manche Kapitel zweimal durchgelesen und immer Pausen zwischendurch gemacht, denn in einem Atemzug ist es unmöglich es fertig zu lesen.
Ich habe es genossen, mit diesem Buch eine geistige Reise in die Psyche eines Menschen zu machen, welche fast das gesamte Spektrum der menschlichen Gefühle umfasste.
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Ein gewaltiger Roman mit enormer Sogwirkung. Dostojewski schreibt so eindringlich und plastisch, dass man sich mitten im Geschehen wähnt und fassungslos hilfloser Zeuge wird, wie der arme Student Raskolnikow eine unfassbare Tat begeht, daran beinahe zugrunde geht und seine Liebsten vor den Kopf stößt. Das Mordmotiv ist kein klassisches, sondern Raskolnikow will herausfinden, ob er ein außergewöhnlicher Mensch wie etwa Napoleon ist, der mit schweren Verbrechen davonkommt und dennoch gefeiert wird. Manche Morde würden dem höheren Wohl der Menschheit dienen.
Ich habe selten ein psychologisch derart interessantes und intensives Werk gelesen. Ob es die Auseinandersetzungen mit dem Unsympathler Luschin oder jene mit dem Untersuchungsrichter Porfirij Petrowitsch sind, man "hört" fasziniert zu. Besonders erschreckend beschreibt Dostojewski die bittere Armut nicht nur des "Helden" der Geschichte, sondern vor allem der Familie Marmeladow, die in unvorstellbaren Verhältnissen lebt.
Nicht unerwähnt bleiben soll die extreme Spannung, die sich durch den gesamten langen Roman zieht. Da zudem die Sprache (in der deutschen Übersetzung) nicht besonders schwierig ist, kann dieser Klassiker der Weltliteratur auch ungeübteren Leser/innen unbedingt empfohlen werden.

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