BERNHARD SCHLINK - DER VORLESER




Autor Bernhard Schlink
Titel Der Vorleser
Genre Belletristik
Erstausgabe 1995
Taschenbücher-Charts
Einstieg 25.02.2009
Anzahl Wochen 30
Höchstposition 1
Der 15-jährige Gymnasiast Michael Berg lernt Ende der 1950er Jahre in Heidelberg Hanna Schmitz kennen. Die 20 Jahre ältere Straßenbahnschaffnerin kümmert sich um ihn, als ihm, an Gelbsucht erkrankt, auf dem Nachhauseweg übel wird. Wieder gesund besucht er sie und erlebt mit ihr seine erste Liebe. Bald entwickelt sich während der heimlichen Treffen in ihrer Wohnung ein Ritual, das der zunächst rein körperlichen Beziehung eine seelische Dimension gibt: Michael muss Hanna, über deren Vergangenheit er nur wenig erfährt, stets vor dem Liebesakt vorlesen.
Eines Tages verschwindet Hanna spurlos aus der Stadt. Erst Jahre später sieht er sie als Jurastudent in einem Auschwitz-Prozess wieder, wo sie mit anderen ehemaligen KZ-Aufseherinnen unter Anklage steht. Im Gerichtssaal findet Michael die lang gesuchte Erklärung für Hannas ungeschickte Verteidigung und für viele ihrer Handlungen: Sie ist Analphabetin, verheimlicht dies aus Scham auch im Prozess und wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihre Mitangeklagten, die ihr die Hauptschuld für ein grauenhaftes, schriftlich dokumentiertes Verbrechen zugeschoben haben, erhalten nur geringe Freiheitsstrafen.

Michael, der sich mitschuldig fühlt, schickt ihr regelmäßig Kassetten ins Gefängnis, die er mit Weltliteratur besprochen hat. Anhand der Kassetten lernt Hanna autodidaktisch lesen und schreiben und beginnt sich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinander zu setzen. Nach 18 Jahren Haft nimmt sie sich kurz vor ihrer Entlassung das Leben.

AUSGABEN

Verlag Diogenes
Erscheinung 1995
ISBN 3257229534
 

BÜCHER VON BERNHARD SCHLINK


REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 5.61 (Reviews: 13)

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Bewegende Geschichte! Selten so ein gutes Buch gelesen.
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Ja, für mich das beste Buch der 90er Jahre. Ein fesselndes Buch, das zum nachdenken zwingt. Gleich 2x hintereinander gelesen, das gibt's sonst selten.

Schreit nach einer Verfilmung, oder nicht?
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Gefiel mir an einigen Stellen nicht so
Zuletzt editiert: 24.07.2006 15:34:00
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Sehr gutes Buch! Eines der besten, welches ich gelesen habe!

Southpaw.... nein bitte keine Verfilmung, sowas geht doch meistens in die Hose!
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Auch von mir gibts das Maximum an Punkten. Ein gutes Stück Literatur: anspruchsvoll und dennoch leicht zu lesen. Gibt es selten!
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sehr unterhaltsam und sogar realistisch
22.10.2006 12:21
YVE
norwegiancharts.com
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Mussten wir in der Schule lesen.
Anfangs wars wirklich ein Müssen, da mir die Geschichte eher weniger gefiel. Gegen Schluss hats mich dann aber schon noch recht gepackt und auch beschäftigt..
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tolles Buch
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eine verfilmung wäre wirklich eine tolle sache!
sehr schön geschrieben, jedem bleibt es selbst überlassen, die handlung zu interpretieren!
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ich musste das buch auch in der schule lesen... zuerst fand ichs einfach doof, weil die erste hälfte des buches besteht ja eigentlich nur aus der beschreibung der beziehung... aber je mehr wir das buch besprochen haben, desto mehr mochte ich es ... und ich hab über dieses buch meine beste deutschklausur in der 12 geschrieben ^^
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boahh
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Ein wirklich gutes Buch, wenn ich es auch auf keinen Fall zu meinen Lieblingsbüchern zählen würde. Auch bin ich nicht völlig davon überzeugt, was weniger an der Geschichte, als am sehr eigenen, ein wenig altmodisch wirkenden Erzähstil des Autors liegt. Irgendwas daran hat mich immer ein wenig auf Distanz gehalten.

Aber vielleicht war es auch genau das, was Schlink beabsichtigt hat - das seelische Martyrium einer enttäuschten und missbrauchten ersten Jugendliebe mit den Schrecken und Gewissenskonflikten im Zusammenhang mit dem Holocaust zu verquicken, und dem Leser das ganze neutral und distanziert genug zu servieren, dass man fast gezwungen ist, sich genauer damit auseinanderzusetzen, und sich schlussendlich in Michaels Schuhen befindet: soll man einfach urteilen, ohne verstehen zu können, was geschehen ist, oder doch versuchen Hannah wenn nicht zu verstehen, dann doch nachzuvollziehen - und damit vielleicht das moralisch notwendig erscheinende scharfe Urteil ver- oder zumindest behindern?

Verfilmt wurde übrigens 2008, und Kate Winslet bekam den Oscar für die Darstellung von Hannah Schmitz: http://hitparade.ch/showmovie.asp?title=The+Reader
Zuletzt editiert: 15.04.2009 01:24:00
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Eines meiner Lieblingsbücher!

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