ANDREAS BUCK, JOHANNES EHRMANN - TURBO: MEIN WETTLAUF MIT DEM FUßBALLGESCHÄFT




Autor Andreas Buck, Johannes Ehrmann
Titel Turbo: Mein Wettlauf mit dem Fußballgeschäft
Genre
Erstausgabe 2020
Meister mit Stuttgart und Lautern. Trainiert vom alten Rehhagel und den jungen Löw und Klopp.
Andreas Buck, der »Turbo der Liga«, erlebt die Zeitenwende. Das erste Champions-League-Spiel, die großen Gagen. Bis er tief fällt. Der Turbo abgehängt vom immer schneller werdenden Geschäft. Eine packende Inside-Story über die Zeit, als der Fußball sich an den Profit verkaufte.

Als »Turbo« der Bundesliga wird Andreas Buck von den Fans gefeiert. Er verdient Millionen, auch die Vereine erzielen Jahr für Jahr neue Rekordgewinne. Doch ein paar falsche Freunde, ein paar falsche Investitionen und am Ende seiner Karriere steht er vor dem Ruin. Heute, mit 52 Jahren, kann Buck zurückblicken und erzählen, wie er den Turnaround geschafft hat. Er ist erfolgreicher Unternehmer und berät aktive und ehemalige Fußballer. Seine Fallgeschichte ist ein Spiegel des großen Ganzen. Johannes Ehrmann erzählt als packende Inside-Story, wie nah Aufstieg und Fall im Profifußball beieinander liegen, in einer Zeit, als sich der Fußball an den Kommerz verkaufte. Doch Turbo ist auch die Hommage an einen wunderbaren Sport.

BÜCHER VON ANDREAS BUCK, JOHANNES EHRMANN


REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 6 (Reviews: 1)

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Die Biografie von Andreas Buck, geschrieben zusammen mit Johannes Ehrmann, ist für mich ein besonderes Fußballbuch. Nicht chronologisch aufgebaut, sondern mit Sprüngen durch sein Leben. Genau das macht es spannend, weil es sich nicht wie eine klassische Karriereerzählung liest.

Viele Namen tauchen auf, die mir vertraut sind: Karl Allgöwer, mit dem er trainierte, Ralf Rangnick, Markus Gisdol oder sein erster Profitrainer Jörg Berger beim SC Freiburg. Besonders die Geschichte über Jörg Berger ist mir hängen geblieben. Buck beschreibt, wie er in seinem ersten Spiel Fehler machte und Freiburg auch wegen ihm verlor. Und Berger stellte ihn im nächsten Spiel trotzdem wieder auf. Weil junge Spieler Fehler machen dürfen. Dieser Satz bleibt.

Am meisten berührt hat mich die Passage über Willi Orban. Orban war in Kaiserslautern ausgebildet worden und wechselte später zu RB Leipzig. Als er mit Leipzig nach Kaiserslautern zurückkam, wurde er von den eigenen Fans beschimpft. Andreas Buck schrieb dazu:

„Was hätten wir für einen tollen Eindruck hinterlassen können, wenn das gesamte Stadion Willi Orban freundlich empfangen hätte. Und für alle, die solche Hasstiraden immer mit Tradition rechtfertigen: glaubt ernsthaft irgendjemand, dass Fritz Walter so etwas wie heute Abend gewollt hätte? … Er hätte sich heute genauso geschämt.“

Als ich diese Zeilen gelesen habe, bekam ich Gänsehaut. Allein dieser Bezug zu Fritz Walter, einem der größten und anständigsten Fußballer überhaupt, sagt mehr aus als jede lange Erklärung.

Auch andere Stellen zeigen, wie der Profifußball funktioniert, etwa wenn persönliche Situationen hinter sportlichen Interessen zurückstehen müssen. Das sind keine spektakulären Geschichten, aber ehrliche.

Dieses Buch ist anders als viele andere Fußballbiografien. Nicht die Karriere steht im Mittelpunkt, sondern die Gedanken dahinter.

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